Ökumenische Vortragsreihe "Mystik, Spiritualität und interreligiöser Dialog"

Seit Mai 2014 bieten die Gemeinden St. Theresia und Christuskirche eine Ökumenische Veranstaltungsreihe zum Thema „Mystik, Spiritualität und interreligiöser Dialog“ an. Kompetente Referenten beleuchten jeweils Schätze aus den über 2000-jährigen Erfahrungen der christlichen Mystik, Spiritualität und des interreligiösen Dialogs.

Bitte nutzen Sie unser Online-Anmeldeformular unter www.evnn.de/unsere-gemeinde/veranstaltungskalender. Dort können Sie sich direkt bei der Veranstaltung eintragen. Oder Sie melden sich telefonisch an im Pfarramt der Christuskirche unter Tel. 089-1579040.

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Dienstag, 19. Oktober 2021, 19.30 Uhr

Dr. Norbert Reck
"Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums"

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Dass Jesus Jude war, ist nichts Neues. Aber seine Treue zur Tora, die keine Abstriche am Judentum machte, war für die christliche Theologie immer ein Problem. Sie versuchte, Jesus aus dem Judentum herauszuheben, und schuf  einen immer abstrakteren Christus, der mit dem irdischen Jesus kaum noch etwas zu tun hatte. Die spirituelle Kraft der Quellen, aus denen Jesus schöpfte, blieb dabei immer mehr auf der Strecke. Die Krise der christlichen Kirchen hängt damit zusammen, meint Norbert Reck, und sagt: Ohne ein neues Verhältnis zum Judentum gibt es keine Zukunft für das Christentum. 

Norbert Reck, geb. 1961, Dr. theol., ist freier Publizist und Übersetzer. Bis Mitte 2016 war er verantwortlicher Redakteur für die deutschsprachige Ausgabe der internationalen theologischen Zeitschrift »concilium«. Er ist Mitglied im Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift »theologie.geschichte«. Zahlreiche Rundfunk-, Buch- und Zeitschriftenbeiträge. Vortragstätigkeit in Europa und den USA. 

Der Vortrag wird veranstaltet von der Christuskirche und der Pfarrei St. Theresia in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V., die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V. und dem Münchner Bildungswerk e.V.

 

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Dienstag, 23. November 2021, 19:30 Uhr

Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen
"Zwischen Rechtgläubigkeit und religiöser Erfahrung – lutherische Mystik"

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Was ist eigentlich der spezifisch lutherische Beitrag zur Spiritualität der Christenheit? Nach der Auffassung des Referenten ist es die eigentümliche Verbindung von religiöser Dichtung und Musik, die besonders mit den Namen Paul Gerhardt und Johann Sebastian Bach bezeichnet wird. Diese Verbindung ist anders als im  calvinistischen Zweig der Reformation, wo man lange ausschließlich die biblischen Psalmen im Gottesdienst verwendete, und anders als im Katholizismus, dessen Musik ebenso lange von den lateinischen Texten der Messe bestimmt wurde. Im lutherischen Bereich entstand eine Mystik des Kirchenliedes, an der Dogmatik der Kirche orientiert und zugleich von eigentümlicher emotionaler Tiefe. Möglicherweise droht diese lutherische Mystik heute in Vergessenheit zu geraten.

Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen ist seit 2007 Beauftragter für interreligiösen Dialog und Islamfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Der Vortrag wird veranstaltet von der Christuskirche und der Pfarrei St. Theresia in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V. und dem Münchner Bildungswerk.

 

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Dienstag, 08. Februar 2022, 19.30 Uhr

"Auf der Suche nach dem rechten Maß"
Abt Dr. Johannes Eckert OSB


Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

In unserer Regel bezeichnet Benedikt die Discretio  (= das rechte Maß) als die Mutter aller Tugenden (vgl. RB 64). Maßvoll leben ist für ihn Ziel klösterlichen Lebens. Allerdings ist es gar nicht so einfach, in den verschiedenen Lebenssituationen das rechte Maß zu finden. Letztlich ist es die Suche nach der Mitte, aus der wir uns bewegen, durch die wir unsere Kräfte richtig einsetzen können und die uns hilft, nicht in Extreme abzugleiten. Die Lebensbeschreibung Benedikts, die Papst Gregor der Große verfasste, verdeutlicht, dass auch Benedikt sein Leben lang auf der Suche nach dem rechten Maß war. Das ist für uns tröstlich und ermutigend zugleich.

Johannes Claudius Eckert (* 1969 in Mosbach/Baden), studierte nach Abitur und Zivildienst ab 1990 kath. Theologie in München. 1993 Eintritt in die Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs. 1998 Feierliche Profess. 2000 Promotion zum Dr. theol. in Zusammenarbeit mit BMW zum Thema: „Dienen statt Herrschen. Unternehmenskultur und Ordensspiritualität: Begegnungen – Herausforderungen – Anregungen“. Im Juni 2000 Priesterweihe. Bis 2003 Seelsorger der Pfarreien Erling-Andechs und Machtlfing. Juli 2003 Wahl zum Abt von St. Bonifaz und Andechs. Februar 2015 erneute Wahl zum Abt für weitere zwölf Jahre. Seit über 20 Jahren Begleitung von Menschen in Führungsverantwortung im Rahmen der Exerzitien für Manager in Andechs und Beratungstätigkeit im Bereich Ethikmanagement bei verschiedenen Unternehmen.  

Der Vortrag wird veranstaltet von der Christuskirche und der Pfarrei St. Theresia in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V. und dem Münchner Bildungswerk.

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