Ökumenische Vortragsreihe "Mystik, Spiritualität und interreligiöser Dialog"

Seit Mai 2014 bieten die Gemeinden St. Theresia und Christuskirche eine Ökumenische Veranstaltungsreihe zum Thema „Mystik, Spiritualität und interreligiöser Dialog“ an. Kompetente Referenten beleuchten jeweils Schätze aus den über 2000-jährigen Erfahrungen der christlichen Mystik, Spiritualität und des interreligiösen Dialogs.

ABGESAGT:

Dienstag, 21. April 2020, 19.30 Uhr

Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen
"Zwischen Rechtgläubigkeit und religiöser Erfahrung – lutherische Mystik"


Dienstag, 20. Oktober 2020, 19.30 Uhr

Dr. Andreas Renz
"Im Namen Gottes? - Gewalt und Gewaltlosigkeit in den Religionen"

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Vor allem die monotheistischen Religionen werden heute vielfach als intolerant wahrgenommen und für Gewalt und Krieg verantwortlich gemacht. Tatsächlich gehört Gewalt zur Geschichte und Realität nahezu aller Religionen, wobei die Religion in den meisten Fällen weniger die Ursache als vielmehr die Legitimierung liefert. Der Vortrag geht diesen gewaltfördernden Traditionen auf den Grund, fragt aber auch nach den friedensfördernden Potentialen.

Dr. Andreas Renz, Leiter des Fachbereichs Dialog der Religionen im Ordinariat München, Kath. Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München.

Der Vortrag wird veranstaltet von der Christuskirche und der Pfarrei St. Theresia in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V., dem Münchner Bildungswerk und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V.

 

Dienstag, 10. November 2020, 19.30 Uhr

Dr. Norbert Reck
"Der Jude Jesus und die Zukunft des Christentums"

Gemeindehaus Christuskirche, Dom-Pedro-Pl. 5, 80637 München
Eintritt frei

Dass Jesus Jude war, ist nichts Neues. Aber seine Treue zur Tora, die keine Abstriche am Judentum machte, war für die christliche Theologie immer ein Problem. Sie versuchte, Jesus aus dem Judentum herauszuheben, und schuf  einen immer abstrakteren Christus, der mit dem irdischen Jesus kaum noch etwas zu tun hatte. Die spirituelle Kraft der Quellen, aus denen Jesus schöpfte, blieb dabei immer mehr auf der Strecke. Die Krise der christlichen Kirchen hängt damit zusammen, meint Norbert Reck, und sagt: Ohne ein neues Verhältnis zum Judentum gibt es keine Zukunft für das Christentum.

Norbert Reck, geb. 1961, Dr. theol., ist freier Publizist und Übersetzer. Bis Mitte 2016 war er verantwortlicher Redakteur für die deutschsprachige Ausgabe der internationalen theologischen Zeitschrift »concilium«. Er ist Mitglied im Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken sowie im wissenschaftlichen Beirat der Zeitschrift »theologie.geschichte«. Zahlreiche Rundfunk-, Buch- und Zeitschriftenbeiträge. Vortragstätigkeit in Europa und den USA.

Der Vortrag wird veranstaltet von der Christuskirche und der Pfarrei St. Theresia in Kooperation mit dem Evangelischen Bildungswerk München e.V., die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München e.V. und dem Münchner Bildungswerk e.V.